Eine der wichtigsten Fähigkeiten von Naturfotografen war schon immer das „Tarnen und Täuschen“, sei es indem man einfach nur unauffällige Kleidung trägt oder aus dem Tarnzelt heraus arbeitet.

Davon ausgenommen sind natürlich Pflanzen, die in der Regel keinen ausgeprägten Fluchtreflex haben.

Dabei muss man, wenn man einzigartige Bilder machen will, solche die es vorher noch nicht gegeben hat, immer extremere Standorte und Situationen wählen.

Aber wer will schon stunden- oder gar tagelang auf einem Baum sitzen (ich spreche hier von einer mittelgroßen Eiche oder Buche, auf der man es sich nicht wirklich bequem machen kann) oder bis zum Hals im Wasser stehen.


 

ganz links:

Sonnenaufgang auf dem Herzogstand

rechts oben: Seerosenblattkäfer (Galerucella nymphaeae)

rechts unten: Artenreiche Wiese im Berchtesgadener Land

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"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Wissenschaft und Kunst steht." - Albert Einstein

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Andreas Rusch,

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Installation einer automatischen Kamera auf einer schwimmenden Plattform

Foto: Robert Lechner

Abhilfe schaffen hier automatisierte Systeme, wie z.B. Timer, die in bestimmten Intervallen die Kamera auslösen, Fernauslöser mit Funk oder Kabel, Lichtschranken und Bewegungsmelder. Mit letzteren lassen sich sogenannte Kamerafallen bauen, die dann im Habitat versteckt werden und tagelang Bilder machen, bis die Speicherkarte voll ist oder der Akku des Blitzes leer. Die digitale Technik ist hier von Vorteil, da ein sehr großer Teil der entstehenden Aufnahmen Müll sein wird.

Ihren Höhepunkt erreicht die Automatisierung mit der Konstruktion ferngesteuerter Systeme, die die Kamera dorthin bringen, wo vielleicht noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Tauchroboter (sogenannte ROVs - Remote Operated Vehicles) liefern Bilder aus Tiefen, die für Taucher nur schwer zu erreichen sind.

Und genau das ist das neueste Projekt von wildlifepicture.de.

Riesige Forellen, die nur in der Tiefe eines oberbayerischen Sees vorkommen und möglicherweise eine bisher unbekannte Art darstellen, Canyons und Wasserfälle einer vor Urzeiten versunkenen Landschaft, blutrote Wolken und gigantische Waller warten darauf fotografiert zu werden. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, aber der Herbst bietet auch genügend Motive über Wasser.

Mehr über die oben genannten Methoden gibt es demnächst hier zu lesen...

Ihr